Am 09. April 2018 sind die Rohbauarbeiten losgegangen.

Regelmäßig finden Sie hier neue Bilder von der Baustelle und können so die Fortschritte auf dieser verfolgen. 

voraussichtliche Fertigstellung: Ende 2018


1.Spatenstich am 03.05.2017

Ulrike Gürlet, Leiterin des Diakonischen Werkes, und Idsteins Bürgermeister Christian Herfurth beim Spatenstich für die neue Tafel und das Kleiderlager nahe dem Idsteiner Bahnhof. Foto: wita/Mallmann
Ulrike Gürlet, Leiterin des Diakonischen Werkes, und Idsteins Bürgermeister Christian Herfurth beim Spatenstich für die neue Tafel und das Kleiderlager nahe dem Idsteiner Bahnhof. Foto: wita/Mallmann

Idsteiner Tafel und ökumenisches Kleiderlager ziehen unter ein Dach an die Idsteiner Bahngleise

Idsteiner Zeitung - Der erste Akt für den Neubau der Idsteiner Tafel und des ökumenischen Kleiderlagers ist getan. Ulrike Gürlet, seit Februar neue Vorsitzende des Diakonischen Werkes Rheingau-Taunus, und Bürgermeister Christian Herfurth nahmen symbolisch den ersten Spatenstich für das neue Gebäude vor, das in direkter Nachbarschaft zum Kulturbahnhof auf dem Gelände des ehemaligen Idsteiner Güterbahnhofes in den nächsten Monaten entstehen wird.

Alle ziehen an einem Strang

Damit rückt die Verwirklichung des neuen Hauses, das die beteiligten Institutionen schon Jahre umtreibt, in nächste Nähe. „Dies ist ein Gemeinschaftsprojekt von uns allen“, betonte Bürgermeister Herfurth und freute sich, dass er quasi als „Hausherr“ auf dem Grundstück der Stadt zu dem symbolischen Akt des Baubeginns nicht nur „Bauherrin“ Ulrike Gürlet, sondern auch Vertreterinnen des Kleiderlagers, der evangelischen und der katholischen Kirchengemeinde, der Gemeinden Hünstetten und Niedernhausen und des evangelischen Dekanates begrüßen konnte.

Unter der Federführung des Diakonischen Werkes soll das Haus gebaut werden, das auf diese Weise zwei soziale Einrichtungen an einem Ort bündelt. „Eigentlich ist es schade, dass mehr Kapazitäten für Einrichtungen wie Tafel und Kleiderlager gebraucht werden, dennoch ist dies heute ein freudiger Moment“, fasste er die Gefühlslage aller zusammen. Seit Jahren schon besteht die Notwendigkeit für das neue Gebäude. Zu beengt sind die Verhältnisse in dem bisherigen Domizil der Idsteiner Tafel und auch im ebenfalls vollständig ehrenamtlich geführten Kleiderlager. Mit dem Neubau sind sie beide zusammen erreichbar, zudem an einem zentralen Ort in Idstein.

Dies wird möglich, weil die Stadt das Grundstück in Erbpacht dem Diakonischen Werk zur Verfügung stellt, dafür keinen Pachtzins erhält und zusätzlich Mittel aus dem Stadtumbauprogramm des Bundes und der Länder in das Projekt einbringt. Unter dieser Voraussetzung konnte 2015 mit den Planungen begonnen werden und das Architekturbüro Guckes im Januar 2016 erstmals einen Entwurf vorstellen, der sogar beiden Einrichtungen Platz im Haus gewährt. Im unteren Geschoss des lang gestreckten Hauses, auf 260 Quadratmetern, soll die Tafel untergebracht werden, auf einem Teil der Fläche des Obergeschosses findet das Kleiderlager auf 150 Quadratmetern ein neues Domizil. Strom- und Wasseranschlüsse sowie Heizung laufen über den benachbarten Kulturbahnhof, der auch im laufenden Betrieb Anlaufstelle und Treffpunkt zu den Öffnungszeiten sein soll.

„Ich bin total überzeugt von diesem Projekt“, freut sich Ulrike Gürlet über den aktuellen Fortgang und hofft, dass das zehnjährige Jubiläum der Idsteiner Tafel im November im neuen Domizil gefeiert werden kann.


Von Beke Heeren-Pradt, Idsteiner Zeitung 05.05.2017

SPENDEN UND KOSTEN

560 000 Euro kostet das neue Haus insgesamt. Die Überlassung des Grundstückes, Mittel aus dem Stadtumbauprogramm, eine Großspende von 100 000 Euro sowie die kostenlose Planung des Architekten sicherten zunächst die Verwirklichung des Projektes.

Mittlerweile hat der Lions Club Idstein 40 000 Euro gespendet, diese Zeitung hat mit ihrer Weihnachts-Spendenaktion 2016 beigetragen, Fachingenieure arbeiten unentgeltlich und viele Einzelspenden sind eingegangen. 18 600 Euro sind derzeit noch offen.

Architekt Gerhard Guckes sieht trotzdem die Finanzierung als gesichert. Sein Appell richtet sich vor allem noch einmal an die Gemeinden des Idsteiner Landes, sich zu beteiligen. Denn schließlich käme ein nicht unerheblicher Teil der Nutzer von Tafel und Kleiderlager aus Niedernhausen, Hünstetten und Waldems.

Hünstetten hat vor Kurzem 5000 Euro Förderung zugesagt, in Niedernhausen gibt es noch keine Bewilligung von finanziellen Zuschüssen zu dem Gemeinschaftsprojekt.