Neubau der Tafel und des Kleiderlagers Idstein

Jetzt für den Neubau spenden!

Ein Ort der Geselligkeit soll es werden, ein Treffpunkt, wo Menschen sich begegnen und austauschen können. Das wünscht sich Claudia Kohlhaas, die Leiterin des Diakonischen Werks Rheingau-Taunus, für den Neubau des Gebäudes für die Idsteiner Tafel, das auch vom Ökumenischen Kleiderlager mit genutzt werden soll. Denn auf dem Gelände direkt neben dem Kulturbahnhof werden nicht nur Räumlichkeiten für die Ausgabe von Lebensmitteln und Kleidung entstehen. „Wir haben die Möglichkeit, während der Öffnungszeiten im Kulturbahnhof einen Café-Treff einzurichten“, begrüßt Claudia Kohlhaas die Kooperation mit der Stadt Idstein. „In Bad Schwalbach und Taunusstein gibt es das schon lange für die Kunden der Tafel und die Menschen nehmen das Angebot gerne an.“



Spenden

Sie wollen den Bau und die Ausstattung der geplanten neuen Ausgabestelle der Tafel in Idstein unterstützen? Dann überweisen Sie Ihre Spende unter dem Verwendungszweck "Spende Neubau Idsteiner Tafel" auf eines der Konten:

  • vr-Bank Untertaunus IBAN: DE51 5109 1700 0012 8426 00
  • Nassauische Sparkasse IBAN: DE06 5105 0015 0393 0386 32

Möchten Sie eine Spendenquittung, geben Sie bitte Ihre vollständige Adresse an. Bei Beträgen bis 200 Euro erkennt das Finanzamt den Einzahlungsbeleg als Quittung an.

Mitarbeiten

Viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sorgen für das Sortieren und Ausgeben der Lebensmittel, Fahrer holen in den Geschäften die Lebensmittel ab. Im Büro wird geprüft, ob jemand berechtigt ist, die Tafel zu besuchen.

 

Wenn Sie mitarbeiten möchten, sprechen Sie unsere Koordinatorin an

Frau Nana Schätzlein:

06124 / 708 241 oder nana.schaetzlein@diakonie-rt.de

 

Kleider

Seit mehr als 30 Jahren versorgt das Ökumenische Kleiderlager Menschen im Idsteiner Land mit Kleidung. Träger sind die Evangelische Kirchengemeinde Idstein und die Katholische Pfarrei Sankt Martin Idstein.

 

Bürgerspenden von Bekleidung, Bettwäsche, Tischdecken, Gardinen, Schuhen und Haushaltsgegenständen bieten die Möglichkeit, den bedürftigen Menschen unbürokratisch zu helfen. Das kostenlose Kleiderlager ist offen für alle, die Unterstützung brauchen. Die Ausgabestelle gegenüber des Sternensaals des Vitos-Kalmenhofs ist auch Annahmestelle.

 

Spendenannahme ist immer am ersten Donnerstag im Monat von 15 bis 17 Uhr, Ausgabe immer am vierten Donnerstag im Monat, ebenfalls von 15 bis 17 Uhr.

Lebensmittel

In die Idsteiner Tafel kommen derzeit ca. 184 Haushalte und holen sich Lebensmittel ab. Lebensmittel, die noch völlig in Ordnung sind, aber von den spendenden Firmen nicht mehr verkauft werden können. In den Familien leben auch 182 Kinder und Jugendliche, die mit ihren Familien mit sehr wenig Geld auskommen müssen.

 

Vor allem frische Waren wie Obst, Gemüse, Brot stehen zur Verfügung. Durch Aktionen wie „Kauf eins mehr“ von REWE und Edeka kommt auch lang haltbare Ware in die Tafel, was von den Kunden dankbar aufgenommen wird.

 




Für Menschen in Not

IDSTEINER ZEITUNG - Die Idsteiner Tafel versorgt derzeit 441 Menschen in 184 Haushalten mit Lebensmitteln, die von Lebensmittelfirmen aus der Region gespendet werden. Die Ausgabe findet jeden Donnerstagnachmittag statt. Das Kleiderlager versorgt in Idstein an jedem vierten Donnerstag im Monat ihre Kunden mit Kleidung. Die Kunden sind Menschen, die aufgrund ihrer wirtschaftlichen Situation auf die Sachspenden angewiesen sind.

„Tafel heißt, dass wir Lebensmittel, die sonst vernichtet werden, an Menschen weitergeben, die zu wenig zum Leben haben“, erklärt Claudia Kohlhaas die Idee, die hinter der Tafel steht. „Man muss sich immer wieder daran erinnern, dass wir es mit Menschen zu tun haben, die am Rande der Gesellschaft stehen.“ Viele von ihnen seien unfreiwillig, etwa durch eine schwere Erkrankung oder einen unvorhersehbaren Schicksalsschlag, „aus dem System gekickt worden“. In einer Gesellschaft, in der sich alles ökonomisch rechnen muss, gerate das oft in Vergessenheit. „Geld alleine hat keinen Wert, man muss es nehmen und damit etwas gestalten, das allen zugutekommt.“

Stadt unterstützt das Bauprojekt

Claudia Kohlhaas, Leiterin des Diakonischen Werkes Rheingau-Taunus zeigt die Entwürfe für den Neubau Foto: wita/Lisa Bolz
Claudia Kohlhaas, Leiterin des Diakonischen Werkes Rheingau-Taunus zeigt die Entwürfe für den Neubau Foto: wita/Lisa Bolz

Seit der Gründung 2007 ist die Idsteiner Tafel in einer Holzbaracke untergebracht. Zwar wurde das rote Haus im Feldbergweg liebevoll saniert und für den Tafelbetrieb hergerichtet, auf Dauer, so Claudia Kohlhaas, sei das Gebäude aber nicht geeignet, da es auf dem Gelände einer Wasserschutzzone steht. „Unsere Transporter dürfen dort nur zum Be- und Entladen parken, es gibt auch keine Parkmöglichkeiten für Helfer und Kunden. Das hat in der Vergangenheit immer wieder zu Problemen geführt.“ Auch das ökumenische Kleiderlager musste sich mittelfristig nach einem anderen Standort umsehen. Das kleine Gebäude auf dem Kalmenhof platzt praktisch aus allen Nähten. Daraus resultierte schließlich ein Projektvorhaben, das beide sozialen Einrichtungen unter einem Dach vereint: Wie die Bauskizze zeigt, ist ein lang gestrecktes Gebäude geplant.

 

Die Räumlichkeiten für die Tafel kommen in das Erdgeschoss und umfassen den Ausgaberaum, einen Raum zum Sortieren der Lebensmittel, Trockenlager und Abstellraum, eine Küche, das Tafelbüro, sanitäre Anlagen und außerdem noch einen Kühlraum. Die Fläche umfasst 259 Quadratmeter. Im Obergeschoss sind die Räumlichkeiten für die Kleiderkammer vorgesehen. Die Stadt Idstein stellt das Grundstück direkt neben Kulturbahnhof in Erbbaurecht kostenfrei für 50 Jahre zur Verfügung. Die Stadt unterstützt den Neubau außerdem im Rahmen des Fördermittelprogramms „Stadtumbau West“. Bauherrin ist die Diakonie, mit der ökumenischen Kleiderkammer wird ein Nutzungsvertrag vereinbart. „Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 555 000 Euro, ohne das Fördermittelprogramm wäre die Realisierung des Projekts nicht möglich gewesen“, erklärt Claudia Kohlhaas weiter. Ziel sei es, die Baukosten über Zuschüsse und Spenden zu finanzieren, damit beide Einrichtungen im laufenden Betrieb nur noch die Mittel für die laufenden Nebenkosten, wie Strom, Wasser oder Heizung, aufbringen müssten. „Wir benötigen noch etwa 40 000 Euro, dann ist das ganze Projekt, nach dem derzeitigen Kenntnisstand, finanziert.“ Der Baubeginn ist, je nach Witterung, für das Frühjahr 2017 geplant. Die Bauzeit beträgt fünf bis sechs Monate. „Wir hoffen, dass wir das Jubiläum zum zehnjährigen Bestehen der Idsteiner Tafel im neuen Gebäude feiern können.“